Die Frage nach dem Eigenkapital ist eine der häufigsten, die uns in der Finanzlounge gestellt wird. Zu Recht – denn die Höhe des Eigenkapitals beeinflusst Ihren Zinssatz, Ihre monatliche Rate und letztlich die Rentabilität Ihres gesamten Investments.
Die Faustregel: Kaufnebenkosten + X
Die absolute Mindestanforderung der meisten Banken: Sie sollten die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche zahlen können. In Baden-Württemberg betragen diese:
- Grunderwerbsteuer: 5% des Kaufpreises
- Notarkosten: ca. 1,5-2%
- Grundbuchkosten: ca. 0,5%
- Ggf. Maklercourtage: 3-3,57%
In Summe kommen Sie auf 7-11% des Kaufpreises. Bei einer Immobilie für 200.000 € sind das 14.000-22.000 €, die Sie idealerweise als Eigenkapital mitbringen sollten.
Wie viel Eigenkapital ist optimal?
Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser werden Ihre Konditionen bei der Bank. Hier eine Orientierung:
- Nur Kaufnebenkosten (7-11% je nach Maklerbeteiligung) – Machbar, aber höhere Zinsen. Geeignet für Anleger mit gutem Einkommen und niedriger Sparquote, die schnell starten wollen.
- 20% des Kaufpreises + Nebenkosten – Der goldene Mittelweg und häufig empfohlener Richtwert. Deutlich bessere Zinssätze, überschaubare monatliche Rate und ein guter Puffer.
- 30%+ des Kaufpreises + Nebenkosten – Maximale Sicherheit und die besten Konditionen. Allerdings bindet es viel Kapital, das anderweitig arbeiten könnte.
Für Kapitalanleger gilt: Zu viel Eigenkapital kann die Eigenkapitalrendite senken. Der Hebeleffekt der Finanzierung ist einer der größten Vorteile des Immobilien-Investments. Finden Sie die richtige Balance.
Eigenkapital aufbauen – praktische Tipps
- Automatisiertes Sparen: Richten Sie einen Dauerauftrag ein, der am Monatsanfang einen festen Betrag auf ein separates Konto überweist
- Bonuszahlungen und Steuerrückerstattungen konsequent zurücklegen
- Bausparvertrag als Eigenkapital-Nachweis nutzen – Banken werten dies positiv
- Private Darlehen oder Schenkungen der Familie werden ebenfalls als Eigenkapital anerkannt
- Bestehende Lebensversicherungen oder Wertpapierdepots können als Sicherheit dienen
Fazit
Es gibt kein universelles „richtig" beim Eigenkapital. Die optimale Höhe hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihren Zielen und der konkreten Immobilie ab. In einem kostenlosen Erstgespräch bei der Finanzlounge analysieren wir gemeinsam Ihre Möglichkeiten und finden die Finanzierung, die wirklich zu Ihnen passt.



